Gutes Wochenende für Forster Schachnachwuchs
Am Nikolauswochenende (4.12. bis 6.12.) fand die Regionaleinzelmeisterschaft 2009 der Region Süd im Landschulheim Täubertsmühle statt. Dies ist das Qualifikationsturnier für die Landesmeisterschaften. Durch die kontinuierliche Jugendarbeit des Forster SC 95 konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden.
In der Altersklasse U10 traten mit Ruben Müller, Bill Perkowski, Johannes Wohlfahrt, Friedrich Marten und Martin Reinkensmeier die meisten Forster an. Eine Altersklasse höher kämpften Philip Kramwinkel und Barnabas Wiese um den Sieg sowie Max Hülse in der U16. Aufgrund der Grippewelle mussten leider Matthias Rehfeld und Dominic Weise kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Am Abreisetag fiel dann auch noch mit Hagen Hülse der zweite Betreuer der Grippe zum Opfer. Glücklicherweise konnte Philips Papa an dem Wochenende seinen Sohn begleiten, sodass ein zweiter Betreuer auf die Meute aufpassen konnte.
In der U10 traten zehn Spieler an. Da die Hälfte aus Forst kam, sollten die ersten drei Plätze erobert werden. In Runde 1 gewannen Ruben, Friedrich und Bill im Forster Duell gegen Martin. Nur Johannes gab seinen Punkt gegen einen echten Gegner ab.
In Runde 2 kam es schon zu einer vorentscheidenden Partie. Bill spielte mit den weißen Steinen gegen Ruben. In einer ausgeglichenen Partie, in der sich beide Spieler nicht an die Vorgabe von zwei Minuten überlegen pro Zug hielten, gewann Ruben nach 33 Zügen. Friedrich hatte gegen Maximilian Schubert die Chance mit einem Sieg Johannes Niederlage aus der ersten Runde zu rächen. Leider nahm er die sich bietenden Möglichkeiten nicht wahr und musste sich ebenfalls geschlagen geben. Durch die Siege von Martin und Johannes war auch Runde 2 recht erfolgreich.
In der letzte Runde des Samstags trafen Ruben und Maximilian Schubert (beide zwei Punkte) aufeinander. Ruben spielte erstmals überlegt. Durch ein Springeropfer erlangte er eine bessere Stellung. Leider war er mit der Turniersituation, eine wichtige Partie gegen einen starken Gegner zu spielen, überfordert. Man konnte förmlich sehen wie ihn die Kraft verließ. Somit war Ruben der dritte Forster, der Maximilian Schubert nicht gewachsen war. Von den anderen konnten nur Bill und Johannes äußerst glücklich im Forster Duell gegen Martin gewinnen. Friedrich verlor total unnötig mit zwei Türmen mehr gegen Melvin Pompsch.
Diese Niederlage sollte sich aber als Titel entscheidend erweisen, denn so kam es am Sonntagmorgen nämlich, dass Melvin Pompsch gegen Maximilian Schubert gewann. Die Forster machten in der Zwischenzeit ihre Hausaufgaben. Ruben, Bill und Friedrich gewannen. Johannes hatte das Nachsehen gegen Ruben und Martin war so auf die Umwandlung seines Freibauern fixiert, dass er sich Mattsetzen ließ.
Nach vier Runden hatten somit Bill, Ruben, Maximilian Schubert und Melvin Pompsch alle 3 Punkte. Leider ergab die Ansetzung keine Partie zwischen Bill und Maximilian. Bill musste gegen Melvin Pompsch antreten, Ruben gegen Friedrich und Maximilian erwischte mit Julius Graf den leichtesten Gegner. Die ersten drei standen nach den Siegen von Bill, Ruben und Maximilian fest, nur die Reihenfolge nicht. Auf diese musste bis zur Siegerehrung gewartet werden.
Unglücklicher Dritter (da nicht qualifiziert für die LEM) wurde Bill mit 4 Punkten und 11.5 Buchholz. Zweiter wurde Maximilian Schubert aus Ortrand mit 4 Punkten und 13.5 Buchholz. Sieger dank bester Zweitwertung wurde Ruben mit 4 Punkten und 16 Buchholz.
Die Sache in der U12 war eigentlich klar. Philips schärfster Konkurrent Marc von Reppert brauchte nicht antreten, da er schon als Landesmeister U10 qualifiziert war. Die restlichen Gegner sollten den Titel als Regionalmeister nicht verhindern können. So gewann Philip die Runden 1 bis 4 und in der letzten reichte ein Remis, um mit 4.5 Punkten vor Richard Paschke Erster zu werden. Spannender war das Turnier bei Barnabas. Sein Ziel waren zwei Siege in fünf Runden. Vor dem Turnier bekam er die Anweisung zwei Minuten vor jedem Zug zu warten. Und siehe da, der Erfolg in der ersten Runde gegen Martin Fiedler gab seinem Trainer recht. Von nun an versuchte Barnabas in jeder Partie diesen “Trick” anzuwenden, wodurch sein Spiel merklich an Qualität gewann. Leider waren die Gegner in den nächsten Runden deutlich stärker. So musste Barnabas in Runde 2 ausgerechnet gegen Philip antreten. Danach bescherte ihm die Auslosung Marcel Poprosch aus Cottbus, der am Ende den vierten Platz belegte. In der Partie gegen Richard Witt sah man dass Barnie noch viel lernen muss. Aus Angst seinen Läufer abzutauschen zog er in dieser Stellung Lf8??

Die Auslosung machte am Ende einen Strich durch Barnies Zielsetzung. Wegen der ungeraden Teilnehmerzahl erwischte er das Freilos. Sicher wäre ein Sieg gegen einen anderen Spieler mit einem Punkt möglich gewesen.
In der Altersklasse U16 gab es mit Martin Frenkel aus Falkenberg einen haushohen Favoriten. Max und die Anderen sollten sich um den verbleibenden zweiten Qaulifikationsplatz streiten. Mit einem Sieg gegen Noram Hübner hatte Max einen guten Start. Schon in der zweiten Runde wartete Martin Frenkel. Nach langem, hartem Kampf setzte sich der Favorit durch. Diese Niederlage war aber eingeplant und mit dem Sieg am Samstagnachmittag gegen Maurizio Boigk lag Max aussichtsreich im Rennen. Die Entscheidung viel dann in Runde vier. Gegen Dauerrivalen Marco Seibel erspielte sich Max einen starken Angriff, der leider nach einer Ungenauigkeit mit Damenabtausch verpuffte. In der Folge verlor Max weiter den Faden und stand auf einmal mit einer Qualität weniger da. Die Stellung war aber recht kompliziert, was bei knapper werdender Bedenkzeit die Sache nicht einfacher machte. In der Folge ist das Läuferpaar von Max förmlich explodiert. Die Läufer beherrschten das ganze Brett und Marco Seibel überschritt im Angesicht der vielen Drohungen ein Zug vor der Zeitkontrolle die Zeit. Dieser Sieg brachte Max in die komfortable Situation für den zweiten Platz in der letzten Runde nur Remis spielen zu müssen. Mit der Maxime: “Angriff ist die beste Verteidigung” spielte er aber dennoch die letzte Partie auf Sieg. Wie schon zuvor entwickelte sich ein starker Angriff, der leider wieder verpuffte. Im remisen Endspiel einigten sich Max und Alexander Leppin Remis. Dadurch stand der dritte Forster Qualifikant zu den Landesmeisterschaften fest.
Die Aussichten für die Landesmeisterschaften sind sehr unterschiedlich. Während Philip gute Chancen auf den Titel hat, wäre für Max schon ein Platz im Mittelfeld ein sehr gutes Ergebnis. Die Chancen von Ruben sind schwer einzuschätzen. Mit viel Training bis zu den Winterferien ist ein Platz unter den ersten vier realistisch.











