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Nachwuchs

Saisonstart im Jugendbereich

Eintrag vom 29.10.2009 in

Der erste Termin der neuen Saison führte die drei Forster Nachwuchshoffnungen Philip Kramwinkel, Ruben Müller und Bill Perkowski nach Attawasch zum Deulowitzer See. An diesem Turnier nimmt auch immer eine Vielzahl polnischer Spieler teil, die sich durchaus mit den besten Schachspielern im Land Brandenburg vergleichen lassen.
Trotz 26 Teilnehmern gab es in der ersten Runde ein rein Forster Duell. Bill musste sich mit den weißen Steinen gegen Philip geschlagen geben. Ruben bekam es in der ersten Runde mit der sehr starken Natalie Opic zu tun und hatte ebenfalls das Nachsehen. In Runde zwei gab es für Philip und Ruben leichte Siege. Bei Bill schwankten die Waagschalen wild umher. Zum Schluss stand das Endspiel König und Springer gegen König und Turm auf dem Brett. Seine Gegnerin witterte hier zwar noch Siegchancen, die waren aber verschwunden als sie ihren Turm stehen ließ. Die Runde drei war ein Schlüsselspiel für Philip. Er musste gegen den stärksten Spieler im Feld antreten. In der Eröffnung spielte er auf einen Fehler seines Gegners. Der sah aber den billigen Trick und Philips Stellung wurde zusehends schlechter. Im weiteren Partieverlauf könnte er aber einen guten Angriff aufbauen. Leider erlag er der Schachblindheit. Als Philip mit einer Kombination eine Figur gewinnen wollte, verlor er seine Dame. Ruben und Bill konnten während dessen ihre Partien gewinnen.
Der Sonntag hatte wieder eine unangenehme Überraschung zu bieten. Philip musste diesmal gegen Ruben spielen! Dafür waren wir eigentlich nicht nach Attawasch gekommen. In der Partie sollte sich auch wieder Philips Klasse durchsetzen. Er hatte schnell zwei Bauern mehr und die bessere Stellung. Doch ohne Not läuft er in eine Damengabel. Die weitere Partieführung von Ruben war sehr sehenswert und wurde mit dem vollen Punkt gegen den Vereinskameraden belohnt. Da auch Bill gewonnen hatte war der Zwischenstand vor der letzten Runde: Ruben 3; Bill 2,5 und Philip 2. Gegen einen starken polnischen Spieler war in der letzten Runde für Ruben im Endeffekt nichts zu holen. Dies lag auch an der unbekannten Stellung, die nach der Caro-Kann Verteidigung entsteht. Bill spielte gegen die erfahrene Nadja Sorokodumova aus Guben. Nach der Eröffnung hatte er klaren Vorteil. Leider wollte er lieber auf Königsangriff spielen anstatt bei einem großen Abtausch einen Bauern zu gewinnen. Am Ende wurde seine Dame vom gegnerischen Läufer aufgespießt. So passierte es, dass Philip durch einen leichten Sieg mit einer höchstens durchschnittlichen Turnierleistung in der Endabrechnung noch an Ruben und Bill vorbeigezogen ist.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die beiden Vereinspaarungen ein besseres Abschneiden unserer Spieler verhindert hat.

Der erste Wettkampf in der Brandenburgischen Jugendmannschaftsmeisterschaft fand am darauf folgenden Wochenende statt. Erstmals gibt es im Jugendbereich in Brandenburg eine Gastspielgenehmigung, von der besonders kleine Vereine profitieren sollen. Für die U12 hat Forst den letztjährigen U10-Landesmeister Marc von Reppert aus Ortrand eingeladen. Leider kam der erste Spieltag zu früh, so dass Marc noch nicht spielberechtigt war. So traten gegen den Reisepartner aus Cottbus nur drei Spieler an. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das Reglement im Jugendbereich auch den Einsatz von U10 Spielern ohne Einschränkungen für ihren eigenen späteren Wettkampf erlaubte. Erschwerend kam zum nicht besetzten Brett hinzu, dass Dominik Weise am Tag zuvor noch auf Klassenfahrt war und erst weit nach Mitternacht im Bett lag. Die Müdigkeit sah man dann auch seinen Zügen an und er musste schnell seinem Gegner Robert Paschke gratulieren. Als zweiter beendete Barnabas Wiese seine Partie. Leider ebenfalls erfolglos, obwohl Jonas During nicht als unschlagbar gilt. Den Ehrenpunkt für Forst konnte Philip an Brett zwei sicherstellen.

Aufgrund der enormen Teilnehmerzahl von 16 Mannschaften war der nächste Termin schon zwei Wochen später. Diesmal traten in Cottbus alle vier U12 Spieler (drei aus Forst + Marc aus Ortrand) an und das mit Erfolg. In der ersten Runde des Tages konnte Caissa Falkensee mit 3.5:0.5 besiegt werden. Die beiden vorderen Bretter Marc und Philip hatten sich schnell einen Vorteil erspielt und waren auf der Siegerstraße. Dominiks Partie sah eigentlich Remis aus aber sein Gegner berührte voreilig einen Bauern, der anschließend nicht mehr seinen Läufer decken konnte. Zu Recht reklamierte Dominik auf berührt geführt. Am vierten Brett stand Barnabas sehr bedenklich. Sein Gegner Lukas Rogge bot trotzdem Remis, was Barnie natürlich annahm. Nach gut einer Stunde hatten auch Marc gegen Paul Rogge und Philip gegen Lukas Miethke gewonnen.
Der zweite Wettkampf wurde gegen den SC Rathenow gespielt. Diesmal war unser Gegner nur mit drei Spielern erschienen. Daraufhin war Dominik schon auf dem Weg zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Der Mannschaftsführer von Rathenow war allerdings der Meinung, dass Forst nun auch nur mit drei Spielern antreten könne. Also musste Dominik, der schon im Zug saß, noch einmal zurück ins Spiellokal um genau einen Zug machen Damit hatten wir dann unseren nicht ganz kampflosen Punkt. Durch den Verlust von Barnabas gegen Laetitia Chantal Main war der Wettkampf wieder ausgeglichen. Philip brachte Forst mit einem Angriffssieg gegen Friedrich Schwarz wieder in Führung. Am ersten Brett bot Marc in besserer Stellung daher Remis, um den Mannschaftssieg abzusichern. Besser wäre es aber gewesen, dass Marc die Partie durchspielt und den vollen Punkt einfährt. Denn für die U12 geht es in diesem Jahr nicht um Siege oder Titel, sondern um Spielpraxis.

Termine des Nachwuchses

Eintrag vom 19.10.2009 in

Die Termine für die Spiele der Nachwuchsmannschaften U10 und U12 sind jetzt online (Termine übernommen vom ChessOrganizer II und vom LSBB).

U10

Eintrag vom 11.06.2009 in

Berechtigter Jubel über den 2. Platz der U10 Mannschaft in der Saison 2008/2009
(Bild im Großformat)

Mannschaftsmeisterschaft der Jugend

Eintrag vom 26.05.2009 in

Am 16. Mai stand der letzte Spieltag der Saison für die Kleinsten (U10) im Verein an. In Potsdam ging es noch um einen Platz auf dem Treppchen. Der Sieg war der Mannschaft aus Eberswalde kaum noch zu nehmen. Um die weiteren Plätze kämpfte Rüdersdorf, Briesen, Storkow und Forst.

Leider standen für das Saisonfinale nur drei Spieler zur Verfügung. Mit den Tabellenletzten hatte Forst in der ersten Runde des Tages trotzdem einen leichten Gegner. Gegen den SV Schorfheide gewannen nacheinander Philip Kramwinkel, Johannes Wohlfahrt und Ruben Müller. Besonders in der Partie von Philip gegen Johannes Lehmann (Matt in sieben Zügen) sah man, warum Schorfheide am Tabellenende rangiert.

Die letzte Runde hatte es in sich. Auf Platz zwei lag Forst mit 12 Punkten. Nur einen Brettpunkt dahinter lauerte Briesen. Den vierten Platz teilten sich Rüdersdorf und Storkow mit je 10 Punkten und 20.5 Brettpunkten. Briesen spielte gegen Rüdersdorf und Forst gegen Storkow. Jede Mannschaften hatte es selbst in der Hand, welchen Platz sie am Ende belegt. Für Forst machte sich der Nachteil des nicht besetzten Brettes bemerkbar. Johannes übersah eine Springergabel, der seine Dame zum Opfer fiel. Damit war nur noch ein Unentschieden möglich, was Ruben und Philip sicher unter Dach und Fach brachten. Im anderen Spiel gelang Rüdersdorf ein 3-1 gegen Briesen. Damit waren alle Entscheidungen gefallen.

Auf den Medaillenplätzen liegen damit
1. Motor Eberswalde
2. Forster SC 95
3. Glück-Auf Rüdersdorf

Insgesamt ist der 2. Platz ein realistisches Ergebnis. Der Erfolg gelang durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, da alle Forster Spieler ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft haben. Leider trat Forst zu oft mit nur drei Spielern an. In der neuen Saison muss das besser werden, da Philip und Barnabas die Alterklasse wechseln.

Verpasste Chancen

Eintrag vom 15.03.2009 in

Fast schon traditionell fanden in den Winterferien die Landeseinzelmeisterschaften in Wandlitz statt. Seit langer Zeit haben sich zum ersten Mal wieder Spieler des Forster Schachclubs beim Regionalausscheid dafür qualifiziert. In der Altersklasse U10 konnte sich Philip Kramwinkel qualifizieren und in der U14 war dieses Max Hülse gelungen. Nachdem Philip letztes Jahr krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen musste, wollte er dieses Jahr unbedingt gewinnen. Mit einem DWZ-Vorteil von über 200 Punkten war er Favorit in seiner Altersklasse.

Für Max war die Qualifikation schon ein großer Erfolg. Mit der Entscheidung um den Landesmeistertitel hatte er aber nichts zu tun; ähnlich wie alle anderen Spieler in seiner Altersklasse. Denn einen derartigen Dominator wie Wiede Friedrich gab es nur in der U14. Er hatte über 600 DWZ-Punkte mehr als der zweite der Setzliste. Für den Rest ging es nur um die Plätze. Für Max begann das Turnier recht verheißungsvoll mit einer Niederlage und einem Sieg gegen Marco Seibel. Danach gelang ihm leider nicht mehr viel und er musste kämpfen, um nicht Letzter zu werden. Ein Remis gegen den früheren U10 Landesmeister André Scholz reichte nicht, da er das direkte Duell gegen den Lübbenauer Timo Domschke leider verlor. So blieb am Ende nur der 8. Platz. Nächstes Jahr muss sich Max als Neuling in der U16 beweisen. Vielleicht schafft er auch dort die Qualifikation zur Landesmeisterschaft.

Philip ist mit einem Sieg gut ins Turnier der U10 gestartet. In der zweiten Runde traf er gleich auf den Mitfavoriten Mark von Reppert. Beide hatten bereits in der Qualifikation die Klingen gekreuzt. Damals hatte Philip die Nase vorn. In Wandlitz war die Partie ausgeglichener. Nach beiderseitigen Fehlern entstand ein vorteilhaftes Endspiel für Philip, in dem er aber die Chance zum Bauerngewinn nicht nutzte. Am Ende stand ein Remis, mit dem beide zufrieden waren. In Runde drei gelang Philip mit Weiß ein Sieg gegen Lars Hausdorf. Die vierte Runde war ein Knackpunkt im Turnier. Nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung geriet Philip trotz Mehrbauer unter Druck. Seinem Gegner Allan Ari Hübner gelang es, einen Bauern bis auf d7 vorzurücken. Die entstehenden Drohungen konnte Philip ohne Materialverlust nicht mehr abwenden. Nach dieser Niederlage folgte die nächste schwere Partie. Gegen den erst sechs-jährigen Maximilian Mätzkow spielte Philip eine schwache Partie. Aber sein Gegner wollte mit zwei Mehrbauern nicht auf Sieg spielen und so endete das Spiel unentschieden. In der vorletzten Runde spielte Philip gegen Van Ahn Nguyen. In einer scharfen Partie gewann Philip mehrere Bauern und am Ende die Partie. Damit lagen vor dem letzten Spiel Marc von Reppert, Van Ahn Nguyen und Philip mit 4 Punkten an der Tabellenspitze. Die letzte Partie gegen Johannes Trotzke ging aber völlig in die Hose. Nach nur sieben Zügen stellte Philip eine Figur ein und hatte anschließend keine Chance. Damit verpasste Philip die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft und wurde nur Vierter. Nächste Saison spielt auch Philip eine Altersklasse höher. Die Qualifikation zur Landesmeisterschaft ist auch in der U12 machbar. Ob er dann um den Titel mitspielen kann, muss man abwarten.

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