Saisonstart im Jugendbereich
Der erste Termin der neuen Saison führte die drei Forster Nachwuchshoffnungen Philip Kramwinkel, Ruben Müller und Bill Perkowski nach Attawasch zum Deulowitzer See. An diesem Turnier nimmt auch immer eine Vielzahl polnischer Spieler teil, die sich durchaus mit den besten Schachspielern im Land Brandenburg vergleichen lassen.
Trotz 26 Teilnehmern gab es in der ersten Runde ein rein Forster Duell. Bill musste sich mit den weißen Steinen gegen Philip geschlagen geben. Ruben bekam es in der ersten Runde mit der sehr starken Natalie Opic zu tun und hatte ebenfalls das Nachsehen. In Runde zwei gab es für Philip und Ruben leichte Siege. Bei Bill schwankten die Waagschalen wild umher. Zum Schluss stand das Endspiel König und Springer gegen König und Turm auf dem Brett. Seine Gegnerin witterte hier zwar noch Siegchancen, die waren aber verschwunden als sie ihren Turm stehen ließ. Die Runde drei war ein Schlüsselspiel für Philip. Er musste gegen den stärksten Spieler im Feld antreten. In der Eröffnung spielte er auf einen Fehler seines Gegners. Der sah aber den billigen Trick und Philips Stellung wurde zusehends schlechter. Im weiteren Partieverlauf könnte er aber einen guten Angriff aufbauen. Leider erlag er der Schachblindheit. Als Philip mit einer Kombination eine Figur gewinnen wollte, verlor er seine Dame. Ruben und Bill konnten während dessen ihre Partien gewinnen.
Der Sonntag hatte wieder eine unangenehme Überraschung zu bieten. Philip musste diesmal gegen Ruben spielen! Dafür waren wir eigentlich nicht nach Attawasch gekommen. In der Partie sollte sich auch wieder Philips Klasse durchsetzen. Er hatte schnell zwei Bauern mehr und die bessere Stellung. Doch ohne Not läuft er in eine Damengabel. Die weitere Partieführung von Ruben war sehr sehenswert und wurde mit dem vollen Punkt gegen den Vereinskameraden belohnt. Da auch Bill gewonnen hatte war der Zwischenstand vor der letzten Runde: Ruben 3; Bill 2,5 und Philip 2. Gegen einen starken polnischen Spieler war in der letzten Runde für Ruben im Endeffekt nichts zu holen. Dies lag auch an der unbekannten Stellung, die nach der Caro-Kann Verteidigung entsteht. Bill spielte gegen die erfahrene Nadja Sorokodumova aus Guben. Nach der Eröffnung hatte er klaren Vorteil. Leider wollte er lieber auf Königsangriff spielen anstatt bei einem großen Abtausch einen Bauern zu gewinnen. Am Ende wurde seine Dame vom gegnerischen Läufer aufgespießt. So passierte es, dass Philip durch einen leichten Sieg mit einer höchstens durchschnittlichen Turnierleistung in der Endabrechnung noch an Ruben und Bill vorbeigezogen ist.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die beiden Vereinspaarungen ein besseres Abschneiden unserer Spieler verhindert hat.
Der erste Wettkampf in der Brandenburgischen Jugendmannschaftsmeisterschaft fand am darauf folgenden Wochenende statt. Erstmals gibt es im Jugendbereich in Brandenburg eine Gastspielgenehmigung, von der besonders kleine Vereine profitieren sollen. Für die U12 hat Forst den letztjährigen U10-Landesmeister Marc von Reppert aus Ortrand eingeladen. Leider kam der erste Spieltag zu früh, so dass Marc noch nicht spielberechtigt war. So traten gegen den Reisepartner aus Cottbus nur drei Spieler an. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass das Reglement im Jugendbereich auch den Einsatz von U10 Spielern ohne Einschränkungen für ihren eigenen späteren Wettkampf erlaubte. Erschwerend kam zum nicht besetzten Brett hinzu, dass Dominik Weise am Tag zuvor noch auf Klassenfahrt war und erst weit nach Mitternacht im Bett lag. Die Müdigkeit sah man dann auch seinen Zügen an und er musste schnell seinem Gegner Robert Paschke gratulieren. Als zweiter beendete Barnabas Wiese seine Partie. Leider ebenfalls erfolglos, obwohl Jonas During nicht als unschlagbar gilt. Den Ehrenpunkt für Forst konnte Philip an Brett zwei sicherstellen.
Aufgrund der enormen Teilnehmerzahl von 16 Mannschaften war der nächste Termin schon zwei Wochen später. Diesmal traten in Cottbus alle vier U12 Spieler (drei aus Forst + Marc aus Ortrand) an und das mit Erfolg. In der ersten Runde des Tages konnte Caissa Falkensee mit 3.5:0.5 besiegt werden. Die beiden vorderen Bretter Marc und Philip hatten sich schnell einen Vorteil erspielt und waren auf der Siegerstraße. Dominiks Partie sah eigentlich Remis aus aber sein Gegner berührte voreilig einen Bauern, der anschließend nicht mehr seinen Läufer decken konnte. Zu Recht reklamierte Dominik auf berührt geführt. Am vierten Brett stand Barnabas sehr bedenklich. Sein Gegner Lukas Rogge bot trotzdem Remis, was Barnie natürlich annahm. Nach gut einer Stunde hatten auch Marc gegen Paul Rogge und Philip gegen Lukas Miethke gewonnen.
Der zweite Wettkampf wurde gegen den SC Rathenow gespielt. Diesmal war unser Gegner nur mit drei Spielern erschienen. Daraufhin war Dominik schon auf dem Weg zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Der Mannschaftsführer von Rathenow war allerdings der Meinung, dass Forst nun auch nur mit drei Spielern antreten könne. Also musste Dominik, der schon im Zug saß, noch einmal zurück ins Spiellokal um genau einen Zug machen Damit hatten wir dann unseren nicht ganz kampflosen Punkt. Durch den Verlust von Barnabas gegen Laetitia Chantal Main war der Wettkampf wieder ausgeglichen. Philip brachte Forst mit einem Angriffssieg gegen Friedrich Schwarz wieder in Führung. Am ersten Brett bot Marc in besserer Stellung daher Remis, um den Mannschaftssieg abzusichern. Besser wäre es aber gewesen, dass Marc die Partie durchspielt und den vollen Punkt einfährt. Denn für die U12 geht es in diesem Jahr nicht um Siege oder Titel, sondern um Spielpraxis.











